Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) breitet sich rasant in Europa aus. Immer mehr Menschen werden unter Heim-Quarantäne gestellt, um die Ansteckungskette zu durchbrechen. Doch was passiert mit dem Hund, wenn der Besitzer in Quarantäne ist?

Da die Inkubationszeit von diesem Coronavirus wohl zwei Wochen beträgt, dauert diese Quarantäne auch genauso lange an. Wer sich in „Heimabsonderung“ befindet, darf die Wohnung nicht verlassen – auch nicht um mit dem Hund „Gassi“ oder Spazieren zu gehen.

Wer einen eigenen Garten besitzt, darf seinen Hund dort frei und ohne Beschränkungen spielen lassen. Dem Tierschutzbund zufolge dürfen Hundebesitzer, die über einen Garten verfügen, das Tier ins Freie lassen. Bei einem eingezäunten Privatgarten darf auch der Erkrankte nach draußen, in allen anderen Fällen nicht. Engere soziale Kontakte dürfen aber auch in diesem Fall nicht wahrgenommen werden.

Hundebesitzer sollten sich einen Plan zurechtlegen

Alternativ sollten Besitzer, die über diese Möglichkeit nicht verfügen, sich schon im Vorfeld überlegen, welche Optionen zur Verfügung stehen. Sie können Menschen in Ihrem näheren Umfeld bitten mit ihrem Hund „Gassi“ zu gehen. Helfer dürfen die Wohnung aber nicht betreten und sollten streng auf Hygiene achten. So wird zum Beispiel auch eine Übertragung über die Hundeleine ausgeschlossen.

Auch für den Futternachschub kann nicht mehr so einfach gesorgt werden, denn ein Einkauf im Einzelhandel ist nicht mehr möglich. Hundefutter, das frisch bis an die Haustür geliefert wird, kann eine große Unterstützung sein. So kann eine ausgewogene Ernährung trotz Quarantäne garantiert werden.

Eine weitere gute Option wäre Bekannte oder Familienangehörige, an die der Hund schon gewöhnt ist, zu bitten, ihren Liebling über diese zwei Wochen aufzunehmen. Im Falle einer Erkrankung wird einem dadurch auch eine große Last von den Schultern genommen.

Der Hundebesitzer gibt seinen Hund aufgrund von Quarantäne ab
Im falle einer quarantäne kann es ratsam sein, den Hund woanders unterzubringen.
Abgabe an Tierpensionen oder Tierheim

Von der Abgabe in Tierpensionen oder gar Tierheimen sollte soweit wie möglich Abstand genommen werden, da es unnötigen Stress für das Tier bedeutet. Wenn nicht anders möglich ist, bleibt es eine Option, die die Versorgung des Vierbeiners sicherstellt.

Das Veterinäramt rät Besitzern zu Fremdunterbringung während der Quarantäne und weist explizit auf die Hygiene im Haushalt und im Umgang mit Mensch und Tier hin! Häufiges Händewaschen und der Gebrauch von Einweg-Taschentüchern sind das beste Mittel um eine Ansteckung zu verhindern.

Alternative Katzenklo

Einige kleine Rassen sind oft daran gewöhnt ihr „Geschäft“ auf einem dafür vorgesehenen Indoorklo zu verrichten. Dieses Modell aber auf andere Hunde, die es nicht von klein auf kennen, umzulegen wird wahrscheinlich problematisch sein. Vom Welpenalter an lernt der Hund nicht ins Haus zu koten und zu urinieren. Ein erwachsener Hund kann es verständlicherweise nur schwer verstehen, warum er es denn nun machen soll. Abgesehen davon stellt es speziell bei großen Hunden eine Herausforderung dar ein passendes Klo zu finden und es entsprechend der Hundenatur auch noch mit Material zum Scharren auszustatten.

Durch Spiel sinnvoll beschäftigen

Äußerst sinnvoll ist es, sich schon im Vorfeld einige Gedanken über die Auslastung des Hundes in Heimquarantäne zu machen. Besonders junge und aktive Hunde brauchen eine Beschäftigung.

Während einer Quarantäne, kann spielen den Hund auslasten
Im Falle einer quarantäne ist es ratsam, den hund mit spielen auszulasten.

Eine Möglichkeit ist es Futter und Spielzeug zu verstecken und es den Hund in der Wohnung suchen lassen.  Auch das Benennen von verschiedenen Gegenständen oder Stofftieren und das anschließende Apportieren ist ein lustiger Zeitvertreib. Immer wieder gerne angenommen, werden auch Intelligenzspiele aus dem Handel. Hauptsache es entsteht kein Lagerkoller!

Keine Ansteckungsgefahr

Wichtig ist, noch einmal zu betonen, dass vom Hund selbst – nach heutigem Stand der Wissenschaft – keine Ansteckungsgefahr ausgeht! Obwohl ein schwach positiver Nasentupfer teilweise große Verunsicherung unter Tierliebhabern hervorgerufen hat, besteht kein Grund zur Sorge!

Prof. Dr. Nowotny, Virologe an der veterinärmedizinischen Universität Wien sagt über den Hund in Hong Kong, bei dem der Erreger schwach positiv getestet wurde: „Dies bedeutet eigentlich noch gar nichts. Hunde schnüffeln oft und gerne, das gehört zu ihrer Natur. Wahrscheinlich ist, dass sich Viruspartikel mechanisch an die Hundeschnauze geheftet haben, da dieser ja mit einer virusausscheidenden Person in einer Wohnung gelebt hat. Der Erreger wurde lediglich in der Nase des Tieres gefunden und nicht in seinem Organismus. Er zeigt auch keinerlei Symptome der Erkrankung und gilt somit als nicht infiziert. Dennoch wurde das Tier von den Behörden in Quarantäne genommen und wird natürlich weiter engmaschig kontrolliert. Dies ist der einzige Fall eines Hundes weltweit, wo Covid 19 nachgewiesen wurde. Man muss zwischen einer Infektion und der Anwesenheit von Viren schlicht unterscheiden.“

Deshalb beantwortet auch die Weltgesundheitsorganisation WHO die Frage, ob man sich bei seinem Haustier anstecken kann kurz und knapp: „Nein. Es gibt keinen Hinweis, dass sich Haustiere wie Hunde und Katzen infiziert haben oder das Virus weitergeben können, das Covid- 19 auslöst.

Wer geht im Fall einer Quarantäne mit dem Hund spazieren
jeder hundebesitzer muss sich überlegen, wer im ernstfall mit dem hund spazieren geht.
Quarantäne im Spital

Was aber bleibt, ist die Sorge was mit unseren Hunden passiert, wenn wir schwer krank in Quarantäne, oder gar ins Spital müssen. Also sollte sich jeder Hundebesitzer einen Plan überlegen und schon jetzt Gespräche mit Familie, Freunden und Bekannten führen. In solchen Ausnahmesituationen muss die Gesellschaft näher zusammenrücken und sich gegenseitig helfen.

Gerade für unsere Hundebesitzer, die sogenannte „Listenhunde“ besitzen, sind solche Phasen besonders schwierig zu bewältigen. Viele Hundetagesstätten oder „Gassigeher“ wollen sie nicht aufnehmen und auch nicht jeder Nachbar darf mit ihnen spazieren gehen. Hier ist Solidarität unter uns Hundebesitzern gefragt.

Zusammenfassung auf einen Blick
  • Hunde sind zum derzeitigen Stand der Wissenschaft nicht ansteckend.
  • Wenn man in Quarantäne muß darf man nicht mehr hinausgehen mit seinem Hund.
  • Wenn ein Garten vorhanden ist kann er sich dort frei bewegen.
  • Sonst ist eine Unterbringung bei Freunden oder Verwandten über diese zwei Wochen, aber auch eine Person die nur „Gassi“ geht erlaubt.
  • Auf Hygiene und Sauberkeit ist momentan in allen Lebenslagen besonders zu achten.
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